Hochzeitsfotoshooting – Halten Sie Ihren schönsten Tag auf Bildern fest!

Hochzeitsfotoshooting

Den schönsten Tag Ihres Lebens für die Ewigkeit festhalten: Ein Hochzeitsfotograf macht es möglich. Mit seinen Fotos können Sie die Erinnerungen lebhaft hervorrufen, wenn die Blumen längst vertrocknet sind und das Kleid vergilbt ist.

Bei der Hochzeitsfotografie wird im Wesentlichen unterschieden zwischen einem Fotoshooting, bei dem inszenierte Porträtaufnahmen des Brautpaars gemacht werden, und einer Hochzeitsreportage.

Bei dieser wird das Brautpaar den ganzen Tag von einem Fotografen begleitet. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten vor und geben nützliche Tipps für die Auswahl des Hochzeitsfotografen.

Hochzeitsfotoshooting: Perfekt in Szene gesetzt

Hochzeitsfotoshooting-Perfekt
©shutterstock – sanneberg

Bei einem konventionellen Hochzeitsfotoshooting handelt es sich um inszenierte Porträtaufnahmen des Hochzeitspaars. Auf Wunsch werden die Familie, enge Freunde oder die Trauzeugen mit auf das Foto gebeten.

Das Shooting findet meist am Tag der Hochzeit statt. Der ideale Zeitpunkt dafür variiert je nachdem, wann genau die Trauung vollzogen wird. Am besten eignet sich jedoch der Vormittag, da dann das Styling noch frisch ist und die Lichtverhältnisse gut. Für die Inszenierung mehrerer Motive benötigt man in etwa eine Stunde.

Wie lange das Shooting dauert, hängt davon ab, wo das Shooting stattfindet und ob Ortswechsel vorgesehen sind.

Ideen für das Hochzeitsfotoshooting

  • Für ein Shooting im Freien bietet sich ein Park an. Alternativ kann für Aufnahmen in einer natürlichen Umgebung auch ein Feld(weg) herhalten. Besonders schön ist es, wenn ein See oder Fluss in der Nähe ist. Auch eindrucksvolle Bauwerke, wie Burgen oder Schlösser, können als Kulisse für das Shooting dienen. Dort befindet sich meistens sowieso eine Grünanlage in der Nähe.
  • Für ein Shooting drinnen bieten sich ebenso historische Bauwerke an. Oftmals ist dafür eine Genehmigung nötig, um die sich in der Regel der Fotograf kümmert. Hochzeitsfotos können auch im Studio entstehen – ein einfarbiger Hintergrund wirkt jedoch etwas fad.

Für den Fall, dass das Wetter Ihnen am Hochzeitstag einen Strich durch die Rechnung macht, sollten Sie auf jeden Fall eine überdachte Alternativlocation in petto haben. Oder Sie entscheiden sich für ein Nachshooting.

Ein solches bietet sich zudem an, wenn am Hochzeitstag selber nur wenig Zeit für ein Fotoshooting bleibt oder die Wunschlocation weit entfernt ist oder gewechselt werden soll. Der Nachteil ist, dass Sie ein zweites Mal das volle Styling-Programm mitmachen müssen.

Gute Gründe für einen professionellen Hochzeitsfotografen

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©shutterstock – sanneberg

Das Engagement eines professionellen Fotografen mag kostspielig sein, aber es lohnt sich. Schließlich soll das Ergebnis seiner Arbeit Sie ein Leben lang an diesen Tag erinnern. Darüber hinaus sprechen viele weitere Gründe für Fotos von einem Profi:

  • Ein Fotograf verfügt über eine professionelle Kamera und vielseitiges Equipment, mit dem er umzugehen weiß.
  • Er macht diesen Job schon länger und von seiner Erfahrung können Sie ungemein profitieren! Er bringt viele Ideen mit, weiß mit den verschiedensten Lichtverhältnissen umzugehen und grobe Fehler, wie das Vergessen eines Ersatzakkus, passieren ihm nicht.
  • Als Außenstehender ist er nicht emotional involviert und bleibt ruhig, wenn andere schon mal die Nerven verlieren.
  • Er hat verschiedene Locations in der Umgebung an der Hand.
  • Die Bildauswahl wird in der Bildnachbearbeitung optimiert.

In der Regel sichert ein Fotograf seine Daten sehr sorgfältig, sodass Sie im Falle eines Verlusts der Fotos, auf ihn zurückkommen können.

Den richtigen Hochzeitsfotografen finden

Einen geeigneten Fotografen in Ihrer Nähe finden Sie leicht über das Branchenbuch. Darüber hinaus können Sie online auf das Hochzeits-Branchenbuch von Miss Solution zugreifen, das nach Bundesländern und Regionen sortiert Fotografen listet.

Damit ein Hochzeitsfotograf Ihnen gelungene Fotos liefert, muss bereits bei der Auswahl des Fotografen einiges beachtet werden.  In jedem Fall sollten Sie sich das Portfolio des Fotografen anschauen, oft ist das sogar auf seiner Website einsehbar. Auf diese Weise finden Sie heraus, ob der Stil seiner Arbeiten Ihren Vorstellungen entspricht.

In einem Vorgespräch können Sie dann Ihre Wünsche äußern und merken zudem, ob die Chemie zwischen ihnen stimmt. Die Planung einer Hochzeitsreportage ist um einiges umfangreicher als bei einem Fotoshooting, da der Fotograf in den gesamten Anlauf eingeweiht werden muss.

Dabei wird Ihnen der Fotograf sicherlich mit vielen Fragen weiterhelfen, zum Beispiel bezüglich der Personen, die unbedingt auch im Porträt abgelichtet werden sollen, oder bezüglich der Möglichkeiten für Stillleben.

Am Ende des  Vorgesprächs sollte ein Vertrag aufgesetzt werden, in dem alle Leistungen festgehalten werden. Wichtig ist dabei, genau festzuhalten, in welcher Form Sie die Abzüge erhalten. Dafür gibt es verschiedene Optionen:

  • Foto-CD oder -DVD
  • Abzüge in unterschiedlichen Formaten
  • Fotobücher

Als Ergebnis eines Hochzeitsfotoshootings können Sie etwa ein Handvoll an bearbeiteten Motiven erwarten, bei einer Reportage bis zu 50 Stück.

Wie viel kostet ein Hochzeitsfotograf?

Wie viel Sie für Ihre Hochzeitsfotos ausgeben, hängt von vielen Faktoren ab: Der Dauer und Umfang des Shootings, der Anzahl der bearbeiteten Bilder, die Art der Abzüge sowie die Anfahrt.

Eine Stunde Fotoshooting schlägt dabei mit 150 bis 300 Euro zu Buche. Eine ausführliche Reportage kann dagegen bis zu 1400 Euro kosten, wobei es auch schon Angebote ab 700 Euro gibt.

Tipps für Amateur-Hochzeitsfotografen

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©shutterstock – sanneberg

Sie sind von einem befreundeten Brautpaar gefragt worden, ob Sie nicht die Hochzeit fotografisch dokumentieren könnten? Keine Panik – mit den folgenden Tipps und Tricks treten Sie auch als Amateur sicher auf:

  • Stellen Sie sicher, dass der Chip Ihrer Digitalkamera über ausreichend Speicherplatz verfügt.
  • Nehmen Sie in jedem Fall ein Ersatzakku und das Lagegerät mit.
  • Stellen Sie bitte die Töne beim Auslösen aus!
  • Ihre Kamera bietet Voreinstellungen für bestimmte Szenen (wie Porträts), die Sie nutzen sollten.
  • Machen Sie bei Gruppenfotos stets mehrere Aufnahmen – einer blinzelt immer oder guckt weg. Das sehen Sie auf dem kleinen Bildschirm jedoch nur sehr schlecht.
  • Machen Sie sich eine Liste aller wichtigen Personen und Dinge, die auf jeden Fall abgelichtet werden müssen.
  • Auch kostenlose Bildbearbeitungsprogramme aus dem Internet konvertieren Ihre Bilder ins Schwarz-Weiße oder ermöglichen die Korrektur von Kontrasten.

Und zu guter Letzt: Wenn Sie gleichzeitig Gast und Fotograf sind, sollten Sie die Kamera auch mal jemand anders in die Hand geben. Sonst sind Sie selber auf keinem einzigen Foto zu sehen!

Trash the Dress beim Hochzeitsfotoshooting

Ein Trash the Dress-Fotoshooting ist der neue Trend der Hochzeitsfotografie. Allerdings findet dieses Shooting nicht am Tag der Hochzeit, sondern erst danach statt. Es stellt einen starken Kontrast zum konventionellen Fotoshooting dar, da die Braut samt Kleid in ungewöhnlicher Umgebung abgelichtet wird.

Zu einer solchen zählen beispielsweise Schrottplätze, Fabrikhallen oder Aufnahmen im Wasser. Oft – aber nicht immer – wird das Brautkleid im Zuge des Shootings zerstört oder zumindest stark verschmutzt. Daher der Name dieses außergewöhnlichen Fotoshootings.

Die Hochzeitsreportage: Der Hochzeitstag in Bildern

Bei einer Hochzeitsreportage begleitet der Fotograf die gesamten zeremoniellen Abläufe des Tages. Dazu gehören:

  • Die Vorbereitungen am Morgen des Hochzeitstages, wie das Styling der Braut
  • Die Fahrt zur Hochzeit
  • Die standesamtliche Trauung
  • Die kirchliche Zeremonie (bitte vorher mit dem Pastor absprechen)
  • Den Empfang, das Anschneiden der Hochzeitstorte, das Essen
  • Die Reden und der Tanz
  • Die Feier

Dabei ist der Hochzeitsfotograf nicht nur ein stummer und unsichtbarer Begleiter des Hochzeitspaares, er lichtet auch die Gäste ab und fängt feinfühlig die Stimmung des Anlasses ein. Dies geschieht oft in Form von stimmungsvollen Stillleben.

Die ungekünstelten und spontanen Aufnahmen einer Hochzeitsreportage fangen die Emotionen besonders authentisch ein. Dennoch ist häufig auch ein inszeniertes Fotoshooting mit Porträtaufnahmen der frisch Vermählten ein Teil von ihr.

Damit dies alles unter einen Hut passt und der anwesende Fotograf so unauffällig wie möglich arbeiten kann, ist eine gute Absprache im Voraus sowie die Weitergabe des Zeitplans ein Muss.

Für eine ausführliche Reportage steht Ihnen der Fotograf bis zu acht Stunden zur Verfügung. Es ist allerdings möglich, nur einen Teil der Zeremonie, wie die Trauung und der Empfang danach, begleiten zu lassen.

Die Videoreportage von der Hochzeit

Manchen Brautpaaren reicht die herkömmliche Fotoreportage nicht und ein Videograf muss her. Schließlich kann dieser die besonderen Momente in bewegten Bildern festhalten und fängt auch Ton ein.

So brauchen Sie nicht bei seiner Rede den Stolz des Brautvaters in den Augen ablesen, Sie können ihn auch heraushören – ebenso wie das alles entscheidende Ja-Wort. Dafür sollten Sie jedoch einen professionellen Videografen engagieren.

Dieser liefert sicherlich keine verwackelten Bilder und schneidet die Aufnahmen am Ende zu einem schönen Film zusammen.

Wenn die Gäste zum Fotografen werden: Der Photo Booth und Einwegkameras

Ergänzend zu einem professionellen Hochzeitsfotografen bietet sich auch die Gelegenheit, die Gäste aktiv mit einzubinden. Dadurch entstehen sicherlich keine Hochglanzbilder – aber witzige Schnappschüsse, die eine ebenso schöne Erinnerungen sein können. Beliebt sind dabei diese zwei Möglichkeiten:

Der Photo Booth

Der Photo Booth ist eine Art mobiles Fotostudio, in dem die Gäste (und natürlich auch das Brautpaar) per Selbstauslöser lustige  Gruppenporträts schießen können.

Neben einer freigeräumten Ecke in den Räumlichkeiten der Feier benötigen Sie für die Installation eines solchen Photo Booths folgendes Equipment:

  • Eine Kamera mit Stativ und Selbstauslöser (per Fernbedienung)
  • Ein einfacher Hintergrund (zur Not ein Tuch spannen) sowie ein oder mehrere Stühle

Abgesehen vom Brautpaar sollten ein oder zwei Gäste mit der Bedienung der Kamera und des dazugehörigen Selbstauslösers vertraut sein, um den eher weniger technisch affinen Gästen bei der Bedienung zu assistieren.

Außerdem gilt: Erfahrungsgemäß entstehen zu fortgeschrittener Stunde die kreativsten Aufnahmen, da mit dem steigenden Alkoholpegel oftmals die Kamerascheu sinkt.

Einwegkameras

Einwegkameras nehmen in der Regel 36 Bilder auf und sind in jedem Fotogeschäft oder Drogeriemarkt für ein paar Euro erhältlich. Besorgen Sie einfach ein paar davon und verteilen sie an die Gäste.

Am Ende des Tages sammeln Sie alle Kameras wieder ein und lassen die Filme entwickeln. Beim Anschauen der Bilder werden Sie überrascht sein und die eigene Hochzeit aus einer ganz neuen Perspektive erleben!

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